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Zeitarbeit oder Direktvermittlung – was passt zu Ihrer Einrichtung?

Von Fachkraftbüro · Aktualisiert am 19. Oktober 2026

Beides löst ein Personalproblem, aber nicht dasselbe. Ein Vergleich ohne Verkaufsargument.

Wenn eine Stelle seit Wochen offen ist, sinkt die Geduld. Dann kommt der Anruf eines Personaldienstleisters, der „morgen jemanden schicken kann“. Das ist verlockend – und in manchen Fällen genau richtig. In anderen kostet es Geld, ohne das Problem zu lösen.

Wie Zeitarbeit funktioniert

Der Verleih stellt die Kraft ein, zahlt Lohn und Sozialabgaben und überlässt sie Ihrem Betrieb. Sie zahlen für jede geleistete Stunde, monatlich, solange die Kraft da ist. Der Verleih braucht dafür eine Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung. Endet der Einsatz, endet die Rechnung – und die Stelle ist wieder offen.

Der Vorteil liegt in der Geschwindigkeit und im Risiko: Krankheit, Urlaub und Ausfall trägt der Verleiher. Der Nachteil liegt in der Struktur: Sie bauen keine Bindung auf, die Kraft bleibt fremd, und die Einarbeitung beginnt bei jedem Wechsel von vorn.

Wie Direktvermittlung funktioniert

Der Vermittler sucht, spricht mit den Bewerbern, prüft Qualifikation und Deutschkenntnisse und stellt Ihnen fertige Profile vor. Sie führen das Vorstellungsgespräch, entscheiden und stellen ein. Das Honorar wird einmal fällig, mit dem Arbeitsvertrag. Danach ist die Kraft Ihre Mitarbeiterin – mit allem, was dazugehört: Einarbeitung, Bindung, Betriebszugehörigkeit.

Der Vergleich

ZeitarbeitDirektvermittlung
Zahlungsweisemonatlich, nach Stundeneinmalig, bei Vertragsabschluss
Dauer der Kostensolange der Einsatz läuftendet mit der Zahlung
Bindung der Kraftan den Verleiheran Ihren Betrieb
Ausfallrisikoträgt der Verleiherträgt Ihr Betrieb
Einarbeitungbei jedem Wechsel neueinmal, dauerhaft
Sinnvoll beikurzfristigem Ausfall, Spitzendauerhaftem Personalbedarf

Die Rechnung, die selten gemacht wird

Zeitarbeit ist nicht per se teuer – sie ist teuer, wenn sie zu lange läuft. Ein Einsatz von vier Wochen für eine Krankheitsvertretung ist wirtschaftlich sinnvoll. Derselbe Einsatz über zwölf Monate ist eine Dauerlösung, die wie eine Übergangslösung abgerechnet wird. Prüfen Sie deshalb nach drei Monaten ehrlich: Suchen wir noch, oder haben wir aufgehört zu suchen?

Faustregel: Zeitarbeit für Wochen, Direktvermittlung für Jahre. Wer beides mischt – erst Zeitarbeit zur Überbrückung, dann feste Suche – zahlt doppelt.

Was Betriebe unterschätzen

  • Einarbeitung: Jede neue Kraft braucht Wochen, bis sie allein läuft. Bei häufigem Wechsel zahlt man diese Zeit immer wieder.
  • Teamwirkung: Ständig wechselnde Kollegen belasten die Stammbelegschaft – und die kündigt dann eher.
  • Dokumentation: Bei Überlassung muss die Gleichbehandlung nachgewiesen werden. Das ist Verwaltungsaufwand, den niemand einplant.

Wann wir was empfehlen

Kurzfristiger Ausfall, Mutterschutz, Grippewelle, Saisonbetrieb: Zeitarbeit. Dauerhaft offene Stelle, wachsende Einrichtung, neue Wohnbereichsleitung: Direktvermittlung. Und wenn beides nicht passt, sagen wir das auch – dann ist die Stelle vielleicht zu schlecht bezahlt oder zu weit entfernt, und kein Vermittler der Welt ändert das.

Häufige Fragen

Brauchen wir für die Vermittlung eine Erlaubnis?

Nein. Die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung braucht nur, wer Personal verleiht. Wir vermitteln in ein festes Arbeitsverhältnis bei Ihnen.

Können wir eine Zeitarbeitskraft später übernehmen?

Ja, das ist üblich – meist gegen eine Überlassungsvergütung an den Verleiher. Klären Sie die Höhe vorher; sie kann mehrere Monatsgehälter betragen.

Was passiert, wenn die vermittelte Kraft kündigt?

Bei uns greift die Nachbesetzungsgarantie: Endet das Arbeitsverhältnis in den ersten sechs Monaten, schlagen wir einmalig kostenfrei eine Ersatzperson vor.

Sie wollen die Stelle dauerhaft besetzen?
Wir sprechen mit den Bewerbern, bevor Sie Zeit investieren.
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